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04. 10. 2017

Washington will Kohle- und Atomkraftwerke wiederbeleben


Die US-Regierung setzt auf eine Wiederbelebung der Kohleindustrie trotz aller Umweltbedenken. US-Präsident soll die Uhr in der Energiepolitik zurück drehen.

 

Mit US-Präsident Donald Trump soll quasi die Uhr in der Energiepolitik zurückgedreht werden: Energieminister Rick Perry will staatliche Zuschüsse an die Betreiber von Kohle- und Atomkraftwerken ausrichten.

Laut Perry sollen jene Energieerzeuger in den Genuss von Subventionen kommen, die hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten. Allerdings hat er die entsprechenden Kriterien so definiert, dass sich lediglich Kohle- und Atomstrom qualifizieren. Dazu gehört etwa das Erfordernis den Vorrat für eine Energieerzeugung von 90 Tagen zu halten. Für Kohlekraftwerke ist dies möglich, nicht aber für gasbetriebene Anlagen.

Verkappte Industriepolitik

Würden die Pläne von Trump und Perry umgesetzt, wäre das eine totale Abkehr von der Politik der Vorgängerregierung unter Barack Obama. Dessen "Clean Power Plan" hatte auf beschleunigte Schliessungen von Kohlekraftwerken abgezielt, um den Ausstoss von Kohlendioxid zu reduzieren. Realisiert wurde dieses Vorhaben jedoch nicht, weil es vom Obersten Gerichtshof der USA auf Eis gelegt wurde. Donald Trump holte im vergangenen November die entscheidenen Stimmen mit  "unseren Kohlearbeitern wieder Arbeit zu geben" in Bundesstaaten wie in Pennsylvania.

Quelle: bazonline