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Häufig gestellte Fragen zur Windkraft

Auch wenn die Windkraft schon seit Jahrtausenden genutzt wird, ist die Umwandlung von Wind in Strom mit den großen, modernen Anlagen ein neues Phänomen – vor allem im Altkreis Wittgenstein. Unser Ziel ist es, die betroffenen Bürger möglichst umfassend über die Windenergieanlagen zu informieren. Dabei möchten wir hier auf die häufigsten Fragen eingehen, die von Bürgern gestellt werden.

 

Was passiert, wenn die Anlage am Ende ihrer Betriebsdauer angelangt ist?

Nach 20 Jahren müssen die Anlagen abgebaut werden. Im Gegensatz zur Kernkraft ist der Rückbau der Anlagen bereits vor Baubeginn finanziell gesichert, da dieser über Bankbürgschaften garantiert wird. Das Windrad wird demontiert und alle Stoffe (vor allem Beton, Stahl und Kupfer) werden dem Stoffkreislauf zugeführt und - soweit möglich - wiederverwertet. Am Ende wird die Fläche in Gänze renaturiert. Von der ursprünglichen Anlage ist dann nichts mehr zu sehen. Braunkohletagebauten oder Kernkraftwerke hinterlassen hingegen deutliche Spuren für folgende Generationen.

 

Müssen die Anlagen bei Überlastung der Leitungen abgeschaltet werden?

Im Gegensatz zu Windparks im Norden und Osten Deutschland ist es sehr selten, dass die hiesigen Windräder aufgrund der Überlastung der Netze abgeschaltet werden müssen. Ohne große Umwege wird der Strom direkt vor Ort genutzt und damit die Stromnetze geschont.

 

Woher kommt der Strom bei einer Flaute?

Auch bei Windstille ist die Versorgung der Haushalte und Betriebe sichergestellt – selbst wenn die Sonne nicht auf Photovoltaik-Anlagen scheint. Flexible und saubere Gaskraftwerke können in wenigen Minuten ihre volle Leistung abrufen. Aufgrund der sehr genauen Wetterprognosen ist die Integration der Windkraft in das bestehende Netz keine Gefahr für die Versorgungssicherheit. Der Ausfall einer einzelnen Windenergieanlage ist unproblematisch – im Gegensatz zu einem plötzlichen Ausfall eines Gigawatt-Kraftwerks.

 

Ist der Bestand seltener Tierarten gefährdet?

Im Rahmen der Genehmigungen wurde sehr genau untersucht, welche Auswirkungen die einzelnen Windräder auf Flora und Fauna haben. In umfangreichen Kartierungen wurden der Bestand der Arten und deren Habitatstruktur untersucht. Die Windenergieanlagen werden zumeist in Fichtenwäldern realisiert, welche einen geringen Wert für den Naturvielfalt haben. Heute zeigt sich, dass die Artenvielfalt nicht gelitten hat – wie häufige Rotmilan-Sichtungen zeigen. Durch die Windkraft kann langfristig auf den Betrieb von dreckigen Braunkohle- und gefährlichen Kernkraftwerken verzichtet werden. Der emissionsfreie Strom ist gut für alle Tier- und Pflanzenarten.

 

Sind die Windräder nicht zu laut? Bekomme ich öfters einen Schlagschatten?

Auch die Auswirkungen des Schalls und Schattens der Anlagen wurde in Gutachten ausführlich untersucht. Diese kommen dabei zum Schluss, dass alle Grenzwerte eingehalten werden. Ggf. werden die Windräder abgeschaltet oder gedrosselt, um alle Grenzwerte einzuhalten. Je nach Klassifizierung des Wohngebietes liegen die Grenzwerte zwischen 35 und 45 dB. Es wurde geprüft, dass der Schlagschatten Wohnhäuser für maximal 30 Minuten am Tag und 30 Stunden im Jahr treffen kann. Dies sind jedoch Maximalwerte, die in der Realität bei Weitem nicht erreicht werden. Die Annahmen gehen davon aus, dass stets strahlender Sonnenschein und die ungünstigste Windrichtung vorliegt.

 

Was nutzen mir die Windräder?

Wir sind lokal vor Ort – und genau dort wird die Gewerbesteuer an die Stadt Bad Laasphe abgeführt. Diese Einnahmen kann die Kommune für neue Kita-Plätze oder die Sanierung von Straßen und Schulen benutzen. Davon profitiert die gesamte Gesellschaft. Auch direkt haben Bürger einen Nutzen: Windräder sind eine der günstigsten Möglichkeiten, sauberen Strom zu erzeugen und sind nicht die Ursache für den massiven Preisanstieg der EEG-Umlage. Arbeitsplätze vor Ort hängen direkt oder indirekt von der Windkraft ab.