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Alarmierende Meldungen

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18. 11. 2016

Auf der UN-Konferenz in Marokko haben 45 Staaten bekanntgegeben, so schnell wie möglich auf die Energieversorgung mit Kohle, Öl und Gas verzichten zu wollen. Es handelt sich vor allem um Länder aus Asien, Afrika, der Karibik und Ozeanien, die durch den Meeresstieganstieg sowie Dürren und Stürmen am meisten vom Klimawandel betroffen sind. Damit endet die Klimakonferenz in Marrakesch euphorisch. Deutschland hat keinen konkreten Fahrplan für den Kohleausstieg - finanziert aber immerhin Klimahilfen für arme Staaten. weiterlesen

Quelle: Spiegel Online

14. 11. 2016

Nach dem überraschenden Wahlsieg vom zukünftigen US-Präsidenten Donald Trump werden nun auch die Folgen auf die weltweite Klimapolitik diskutiert. Weithin bekannt ist Trumps Ablehnung des Klimawandels. In einem Twitter-Beitrag verkündete er 2012: "Die Idee der globalen Erwärmung wurde von und für die Chinesen erfunden, um die US-Wirtschaft wettbewerbsunfähig zu machen." Die Gefahr von Trump als Präsidenten besteht darin, dass er die Maßnahmen zur geplanten CO2-Reduktion sowie die Ratifizierung des Klimaabkommens rückgängig machen könnte. Die USA sind als zweitgrößter CO2-Emittent für die weltweite Klimapolitik von entscheidender Bedeutung. Möglicherweise könnte das Militär Trump von der Sinnhaftigkeit des Klimaschutzes überzeugen: Das US-Verteidiungsministerium sieht die nationale Sicherheit bedroht, da mit der Erderwärmung Gefahren wie Kriege um Wasser oder massenhafte Migration folgen. weiterlesen

Quelle: Spiegel Online

13. 11. 2016

Der Reaktorblock 4 des havarierten Kernkraftwerkes Tschernobyl bekommt eine neue Schutzhülle. Diese soll für die kommenden 100 Jahre den Austritt von radioaktiven Stoffen verhindern. Durch das bisher größte bewegliche Landbauwerk der Menschheit wird die Radioaktivität - hoffentlich - vorerst sicher eingeschlossen. Bisher schützt eine provisorische Abdichtung vor den 180 Tonnen hochradioaktiven Material. Damit wird das Problem Tschernobyl lediglich verschoben, denn für die Aufarbeitung der strahlenden Wrackteile gibt es noch keine Möglichkeit, diese unter Kontrolle zu bekommen. Nur mittels internationaler Hilfsgelder kann die Ukraine die Kosten von 1,5 Mrd. Euro für das Projekt aufbringen. weiterlesen

Quelle: ZEIT Online

11. 11. 2016

Während die globale Erwärmung weiter anhält, sind bereits jetzt die Folgen des Klimawandels auf die Lebewesen deutlich nachweisbar. Zahlreiche biologische Schlüsselprozess wie bspw. Wanderungsbewegungen sind beeinflusst, stellten die Autoren der Studie fest. Dazu James Watson: "Wir sind einfach überrascht über den Grad der Veränderung, den wir festgestellt haben, den viele in der Welt der Wissenschaft jahrzehntelang nicht erwartet haben". Das würde beweisen, dass bereits durch den Anstieg von einem Grad Celsius die Folgen deutlich sind - bei einem weiterem zu erwartenden starken Anstieg. Es sei wahrscheinlich, dass sich jedes Ökosystem der Erde noch zu Lebzeiten verändere, heißt es. Für die Menschen bedeute das u.a. Epidemien und Ernteausfälle. weiterlesen

Quelle: donaukurier.de

28. 10. 2016

Die Folgekosten für die Nuklearkastrophe Fukushima steigen weiter: Statt 700 Mio. Euro werden die Kosten auf mehrere Milliarden Euro pro Jahr beziffert. Dabei sind nicht die Kosten für die Bergung der Brennstäbe aus den havarierten Kraftwerksblöcken enthalten. Um die Kosten zu tragen, werden Pläne laut, den Kraftwerksbetreiber Tepco zu zerschlagen und zu verkaufen oder ihn mit den anderen Kernkraftwerksbetreibern zu fusionieren. Bisher konnte Tepco nicht den Abfluss von radioaktiv belastetem Wasser stoppen. 160.000 Menschen mussten aus der Sperrzone evakuiert werden. weiterlesen

Quelle: Spiegel Online

09. 10. 2016

Trotz der Katastrophe im Kernkraftwerk Fukushima hält die japanische Regierung am Forschungsreaktor Monju fest, in welchem die Reaktorbauform des schnellen Brüters untersucht wird. Die bisherige Bilanz von Monju ist sehr ernüchternd: In den vergangenen 22 Jahren lief die Anlage etwa 250 Tage und hatte in der Zeit drei Störfälle. Die Forschung des schnellen Brüters hat bisher Japan zehn Milliarden Euro gekostet. Jährlich 200 Mio. Euro ließen sich mit einer Stilllegung sparen, aber Premierminister Abe zögert, das Forschungsprogramm zu stoppen, die Verantwortung zu übernehmen und die Kosten der Brüter-Forschung auf Null zu abzuschreiben. weiterlesen

Quelle: Süddeutsche Zeitung

15. 09. 2016

Die britische Regierung hat die finale Entscheidung für den Bau des umstritttenen Kernkraftwerks Hinkley Point C getroffen. Der Bau des Kraftwerks soll rund 18 Mrd. Pfund kosten. Der Betreiber bekommt 11 Cent pro Kilowattstunde - inklusive Inflationsausgleich für 35 Jahre. Des Weiteren werden umfangreiche staatliche Garantien gegeben. Der französische Energiekonzern EDF leitet das Projekt und wird einen Großteil der Anteile halten, ist aber selbst angeschlagen. Aufgrund der finanziellen Risiken trat der EDF-Vorstand Thomas Piquemal zurück, während EDF einen fünfprozentigen Stellenabbau in Frankreich plant. Insgesamt wird die Entscheidung von vielen Stellen kritisiert. Mit Erneuerbaren Energien ließe sich der Strom deutlich günstiger und risikoärmer erzeugen. weiterlesen

Quelle: Spiegel Online

08. 09. 2016

In einer neuen Studie führt die Weltbank die erschreckenden Auswirkungen der Luftverschmutzung auf: Die wirtschaftlichen Schäden betragen funf Billionen Dollar pro Jahr. In China gehen 10 % des Bruttosozialproduktes deswegen verloren, aber auch in Deutschland sind die Schäden mit 18 Milliarden Dollar enorm. Vor allem behindert diese Luftverschmutzung die Entwicklungen in den ärmsten Ländern, so die Studie. 5,5 Mio. Menschen sterben vorzeitig an den Folgen der Luftverschmutzung, damit zählt diese hinter Übergewicht, ungesunder Ernährung und Tabakkonsum zur vierthäufigsten Ursache für vorzeitige Todesfälle. Aber es gibt Hoffnung: Als Vorzeigeland gilt Island, wo der Volkswirtschaft lediglich drei Millionen Dollar durch die Luftverschmutzung verloren gehen. Der Inselstaat erzeugt jedoch auch große Mengen sauberen Stromes. Zusammenfassung auf TheGuardian.co.uk (englisch)Studie der Weltbank (englisch)

Quelle: The Guardian und worldbank.org

08. 09. 2016

Der ehemalige japanische Minsterpräsident, Junichiro Koizumi, schämt sich für seine Atomgläubigkeit. Während seiner Regierungszeit von 2001 bis 2006 sei er noch Befürworter der Kernenergie gewesen, da er den Experten geglaubt hätte. Auch die Probleme im Kernkraftwerk Fukushima seien noch nicht im Griff - anders wie behauptet. Er kritisiert, dass Japan wieder Kernkraftwerke hochfahre. Besser wäre es - zusammen mit Deutschland - der Welt zu zeigen, wie man mit erneuerbaren Energien auf Atomstrom verzichten könne. Koizumi sammelt zurzeit Spendengelder für Fischer und US-Marines, welche als Ersthelfer unmittelbar nach dem Tsunami vor der Küste verstrahlt wurden und nun über Krankheiten wie Krebs, innere Blutungen und missgebildete Kinder klagen. Die betroffenen Seeleute haben in den Vereinigten Staaten auf Schadensersatzklagen gegen Tepco und dem Kraftwerksbauer General Electric eingereicht. Sieben Matrosen sind jedoch bereits verstorben. Das US-amerikanische Verteidungsministerium weist eine Verantwortung von sich und dementiert, dass die radioaktive Wolke der Kernschmelze die helfenden US-Soldaten im Pazifik verstrahlt hätten.

Quelle: Frankfurt Allgemeine Zeitung, 8. September 2016, S. 20

23. 08. 2016

Das von Vattenfall betriebe Kohle-Kraftwerk in Hamburg sorgt für Sorgen bei den umliegenden Anwohnern: Aus dem Kraftwerk freiwerdende Flugasche und Gips beschädigt die umliegenden Glasdächer und Autos. Die gelblich schimmernden Brocken sorgen für Verunsicherung über die Unbedenklichkeit des eigenen Kräutergartens und vor allem über die persönliche Gesundheit der Menschen. weiterlesen

Quelle: Hamburger Abendblatt