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Aktuelles

04. 12. 2017

Klimakonferenz in Bonn: Ein Erfolg für das Klima?


Der diesjährige Klimagipfel in Bonn ist zu Ende und damit stellt sich die Frage, wie es mit dem globalen Klimaschutz steht. Auch wenn Fortschritte erzielt wurden, so warten noch große Herausforderungen im Klimaschutz.

Nachdem vor zwei Jahren in Paris in einem fundamentalen Vertrag vereinbart wurde, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 °C zu begrenzen, so galt es in Bonn nun, entsprechende Handlungsanweisungen an die Regierung der Welt zu formulieren. Dazu gibt es nun einen ersten Entwurf, der im kommenden Jahr in Polen verabschiedet werden soll. An den Fortschritten im Klimaschutz änderte auch der angekündigte Ausstieg der USA durch Präsident Donald Trump nichts - so bekannten sich hingegen zahlreiche US-amerikanische Bundesstaaten oder Städte zum weltweiten Klimaschutz.

Als positiven Aspekt erklärten 20 Länder, aus der Kohleverstromung auszusteigen. Zwar sind es teils Länder mit allgemein geringen Anteil an Kohlekraftwerken, jedoch zeigt das Beispiel Dänemark, wie der Kohleausstieg funktinieren kann. Während dort vor zehn Jahren noch die Hälfte des Stromes aus Kohlekraftwerken stammte, möchte Dänemark bis 2030 vollständig aus der klimaschädlichen Kohleverstromung aussteigen.

Trotz aller positiven Nachrichten wird die Zeit knapp, um die Klimawandel zu bremsen. Die bisherigen Zusagen sind bei weitem nicht ausreichend dafür, um die globale Erwärmung zu bremsen. So deutet sich an, dass die CO2-Emission 2017 wieder steigen werden. Die führende Stellung im Klimaschutz hat Deutschland dabei verloren, da das deutsche Reduktionsziel - 40% weniger CO2 bis 2020 - wahrscheinlich deutlich verfehlt wird. Auch kann die deutsche Regierung weiterhin keinen Plan zum Kohleausstieg vorlegen.

Positiv und auch überraschend war jedoch die Forderung zahlreicher deutscher Unternehmen, den deutschen Klimaschutz zu stärken. Zu den 51 Unterzeichner zählen u.a. Aldi, Metro, Otto, Tchibo, Adidas, Siemens und Eon.

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Quelle: zeit.de/rp-online.de